Aktuelles
Dringendes Energiekonzept für Dresden in der Diskussion
0Nur drei Prozent des für Dresden benötigten Stroms, wird bisher durch erneuerbare Energie generiert. Das liegt weit unter dem deutschen Durchschnittswert und sollte sich schnell ändern, wie der SPD-Stadtrat, Albrecht Pallas, findet. Seit zwei Jahren arbeitet Pallas an einem neuen Energiekonzept für die sächsische Landeshauptstadt, das am vergangenen Sonnabend im Rahmen des SPD-Parteitags zur Diskussion gestellt wurde. Pallas: “Die Energiewende ist teuer, und am Ende müssen es die Bürger bezahlen mit höheren Strompreisen und Mieten für energetisch sanierte Häuser.” Bis 2050 soll in Deutschland 80 Prozent des gesamten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. Durch
die Gründung des Energieverbunds in Dresden und den Kauf der Anteile von Enso und Drewag, hat der Stadtrat erste Voraussetzungen für den notwendigen Umbau der Strom- und Energieversorgung der Stadt geschaffen. Das Potential ist groß. Bisher gibt es keine Windkraftanlage und nur sehr wenig Fotovoltaikanlagen, oder Biogasanlagen in der Stadt. Die SPD hat deshalb jetzt eine gemeinsame Kommission vorgeschlagen, die sich ausschließlich auf die Beratung und Umsetzung der neuen Energiestrategie für Dresden konzentrieren soll. In wenigen Wochen wird das fertige Energiekonzept dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt werden.
Sächsische Staatskapelle spielt Benefizkonzert des Bundespräsidenten
0Am 10. Juni wird die Sächsische Staatskapelle, erstmals unter ihrem neuen Leiter, dem Chefdirigenten Christian Thielemann, das Benefizkonzert des neuen Bundespräsidenten, Joachim Gauck, spielen. Geplant ist die 8. Sinfonie des Komponisten Anton Bruckner, wie ein Sprecher der Sächsischen Staatskapelle bekannt gab. Der Erlös des Konzerts soll einem Projekt zur Hilfe junger Familien zugute kommen, dass von der Organisation “Wellcome” organisiert wird, welches sich um die Unterstützung bedürftiger Familien nach der Geburt eines Kindes kümmert. Die Idee der jährlichen Benefizkonzerte stammt von Richard von Weizsäcker. Seit 1988 finden diese jährlich und seit 2006 in wechselnden Bundesländern statt.
Protestspaziergang gegen Eintrittspreise für Schlosspark
1Für den kommenden Sonntag organisiert die Piratenpartei in Dresden einen weiteren Protestspaziergang im Schlosspark Pillnitz. Ab dem 2. April soll der Zugang zum Park kostenpflichtig werden. Dann verlangt die Verwaltung der Staatlichen Schlösser 2 Euro Eintritt. Der Direktor der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten, Christian Striefler, begründet die Entscheidung damit, dass sonst die für die Erhaltung der Anlage notwendigen Kosten nicht gedeckt werden könnten. “Nachdem nun die Geschäftszahlen der Schlösserverwaltung für 2011 feststehen, kann man sich nur noch mehr über diese abstrusen Gebührenpläne wundern. Bei einem deutlichen Einnahmeplus, einem Jahresgewinn von 8,5 Millionen Euro, sollen keine 500.000 Euro für den Schlosspark Pillnitz vorhanden sein”, kritisierte dagegen der Kreisvorsitzende der Pillnitzer Bürgerinitiative, Alexander Brateanu, die Gebührenpläne. Bis zu 200 Personen beteiligten sich an den bereits stattgefundenen Protestspaziergängen in der vergangenen Woche. Falls die Eintrittspreise durchgesetzt werden können, soll der gesamte Park eingezäumt und mit Schranken versehen werden.
Semperoper stellt Spielplan für 2012/ 13 vor
0Mit dem Beginn der kommenden Spielzeit, tritt am 1. September Christian Thilemann als neuer Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle sein Amt an. 18 Premieren sind für die Spielzeit 2012/2013 geplant. Dazu gehören Ballette, Opern, Konzerte und verschiedene Gala-Abende. Die Intendantin Ulrike Hessler ist sicher, dass es dem Ensemble gelingen wird das Publikum zu begeistern. Zwei große Künstler stehen im Mittelpunkt der kommenden Saison. So wird es zahlreiche Konzerte und Opern des Komponisten Hans Werner Henze geben, wie das bekannte Bürgerkriegsdrame “Wir erreichen den Fluss”. Das klassische Repertoire der Semperoper beinhaltet mehrere Wagner-Opern, wie beispielsweise “Lohengrin”, mit dem das Richard-Wagner-Jahr 2013 starten wird. Viele andere bekannte Stücke, wie der “Rosenkavalier”, oder Puccinis “Manon Lescoaut”, sollen ebenfalls nicht fehlen. Insgesamt sind 355 Veranstaltungen geplant. Die Eintrittspreise werden unverändert bleiben, wie die Leitung der Semperoper versicherte.
Arbeitslosigkeit saisonbedingt geringfügig erhöht
0Wie die Dresdner Agentur für Arbeit bekannt gab, liegt die Arbeitslosenquote in Dresden aktuell bei 9,3 Prozent und damit fast zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Trotz des saisonal bedingten Rückgangs der Arbeitskräftenachfrage, ist diese noch weit höher, als im vergangenen Januar. Der Geschäftsführer der Arge Dresden ist entsprechend optimistisch: “… [Es] macht sich bemerkbar, dass zum Jahresende deutlich mehr Arbeitsverhältnisse als in anderen Monaten enden – einschließlich derer für das Weihnachtsgeschäft. Betrachtet man allerdings die Januare der letzten Jahre, wird ersichtlich dass der Anstieg [der Arbeitslosigkeit] in diesem Jahr deutlich niedriger ausgefallen ist.” So erhöhte sich die Zahl der Arbeitssuchenden in den vergangenen drei Wochen um 2.323 auf 28.970 Menschen. Im Vergleich mit den Arbeitslosenzahlen des Januar 2011, sind das mit fast 15 Prozent, über 5000 Arbeitslose weniger als zuvor. Insgesamt 7080 Arbeitssuchende werden derzeit in der Dresdner Agentur für Arbeit betreut. Deren Zahl stieg im Januar von 8,9 Prozent auf 9,7 Prozent, also um 0,8 Prozent an. 2011 lag die Quote nach der üblichen Januar-Steigerung allerdings noch bei 11,5 Prozent. Positiv zu bewerten ist auch die Zahl jugendlicher Arbeitsloser bis 25 Jahren. Ihre Zahl erhöhte sich zwar im Januar um 271 auf 2.459 Arbeitslose, jedoch sind das mit 1.029 rund vierzig Prozent weniger, als im Januar 2011. Noch immer benachteiligt sind Arbeitslose über 50 Jahren. 7.557 über 50-Jährige werden derzeit als arbeitssuchend geführt. Zwar fand auch bei den Zahlen der älteren Arbeitslosen, im Vergleich mit dem Vorjahr, nur eine geringere Steigerung statt, diese fiel jedoch mit 485 statt 688 nicht annähernd so deutlich aus, wie bei den Jugendlichen und liegt unter dem Durchschnittswert. Eine positive Entwicklung zeigt dagegen die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die derzeit mit 9.314 um 1.162 niedriger ausfällt, als 2011.





