Politik
Sächsische Staatskapelle spielt Benefizkonzert des Bundespräsidenten
0Am 10. Juni wird die Sächsische Staatskapelle, erstmals unter ihrem neuen Leiter, dem Chefdirigenten Christian Thielemann, das Benefizkonzert des neuen Bundespräsidenten, Joachim Gauck, spielen. Geplant ist die 8. Sinfonie des Komponisten Anton Bruckner, wie ein Sprecher der Sächsischen Staatskapelle bekannt gab. Der Erlös des Konzerts soll einem Projekt zur Hilfe junger Familien zugute kommen, dass von der Organisation “Wellcome” organisiert wird, welches sich um die Unterstützung bedürftiger Familien nach der Geburt eines Kindes kümmert. Die Idee der jährlichen Benefizkonzerte stammt von Richard von Weizsäcker. Seit 1988 finden diese jährlich und seit 2006 in wechselnden Bundesländern statt.
Arbeitslosigkeit saisonbedingt geringfügig erhöht
0Wie die Dresdner Agentur für Arbeit bekannt gab, liegt die Arbeitslosenquote in Dresden aktuell bei 9,3 Prozent und damit fast zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Trotz des saisonal bedingten Rückgangs der Arbeitskräftenachfrage, ist diese noch weit höher, als im vergangenen Januar. Der Geschäftsführer der Arge Dresden ist entsprechend optimistisch: “… [Es] macht sich bemerkbar, dass zum Jahresende deutlich mehr Arbeitsverhältnisse als in anderen Monaten enden – einschließlich derer für das Weihnachtsgeschäft. Betrachtet man allerdings die Januare der letzten Jahre, wird ersichtlich dass der Anstieg [der Arbeitslosigkeit] in diesem Jahr deutlich niedriger ausgefallen ist.” So erhöhte sich die Zahl der Arbeitssuchenden in den vergangenen drei Wochen um 2.323 auf 28.970 Menschen. Im Vergleich mit den Arbeitslosenzahlen des Januar 2011, sind das mit fast 15 Prozent, über 5000 Arbeitslose weniger als zuvor. Insgesamt 7080 Arbeitssuchende werden derzeit in der Dresdner Agentur für Arbeit betreut. Deren Zahl stieg im Januar von 8,9 Prozent auf 9,7 Prozent, also um 0,8 Prozent an. 2011 lag die Quote nach der üblichen Januar-Steigerung allerdings noch bei 11,5 Prozent. Positiv zu bewerten ist auch die Zahl jugendlicher Arbeitsloser bis 25 Jahren. Ihre Zahl erhöhte sich zwar im Januar um 271 auf 2.459 Arbeitslose, jedoch sind das mit 1.029 rund vierzig Prozent weniger, als im Januar 2011. Noch immer benachteiligt sind Arbeitslose über 50 Jahren. 7.557 über 50-Jährige werden derzeit als arbeitssuchend geführt. Zwar fand auch bei den Zahlen der älteren Arbeitslosen, im Vergleich mit dem Vorjahr, nur eine geringere Steigerung statt, diese fiel jedoch mit 485 statt 688 nicht annähernd so deutlich aus, wie bei den Jugendlichen und liegt unter dem Durchschnittswert. Eine positive Entwicklung zeigt dagegen die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die derzeit mit 9.314 um 1.162 niedriger ausfällt, als 2011.
Bürgermeister fordert rege Beteiligung an Anti-Nazi-Demonstration
0Erneut hat der sächsische Regierungschef, Stanislaw Tillich, die Anti-Nazi-Demonstranten aus ganz Deutschland dazu aufgerufen, an den geplanten friedlichen Protesten gegen die Neonazi-Aufmärsche im Februar teilzunehmen. “Von Dresden soll ein Signal ausgehen, dass es in dieser Stadt keinen Platz für Neonazis gibt”, erklärte Tillich bereits Ende vergangenen Jahres. Aber auch die Gewaltlosigkeit dieser Gegendemonstration, mahnte er an: “Es ist unser oberstes Interesse, dass die Proteste friedlich bleiben.” Wie schon in den vergangenen Jahren, planen Rechtsextremisten auch für dieses Jahr, am 13. und 14. Februar, den Jahrestagen der Zerstörung Dresdens, durch sogenannte Mahn-Märsche, Propaganda für ihre faschistischen Ideale zu arrangieren.
Im vergangenen Jahr war es dabei am 19. Februar zu schweren Ausschreitungen gekommen, als die Polizei nicht verhindern konnte, dass Neonazis ein Wohnprojekt linker Sympathisanten in Dresden-Löbtau angriffen. Bei der anschließenden Gewalteskalation wurden über 100 Polizeibeamte verletzt. Für Empörung sorgte außerdem, die im nachhinein bekannt gewordene, großflächige und nicht autorisierte Telefonüberwachung durch die Behörden. Infolge dessen verlor der damalige Polizeipräsident sein Amt. Umso mehr versucht die Stadtverwaltung für dieses Jahr eine geordnete Gegendemonstration zu organisieren, an der Vertreter aller Parteien beteiligt sein sollen. Durch eine hohe Teilnehmerzahl hofft der Dresdner Bürgermeister, die fast schon zur Tradition gewordenen Nazi-Aufmärsche in Dresden langfristig zu verhindern. Tillich: “Die Bürgerschaft war nicht entschlossen genug, diesem Spuk von Anfang an ein Ende zu setzen. Jetzt stehen wir in der Pflicht, das zu tun – aber nur mit friedlichen Mitteln”.
Dresdner Grüne klagen gegen NPD
0Der Kreisverband des Dresdner BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, hat jetzt gegen die NPD Dresden geklagt. Sie zeigten die NPD-Stadträte Bauer und Krien an, die mit ihrer Postkartenaktion “Save Me Kampagne”, “eindeutig rassistische” Aussagen getroffen und damit den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt haben. Die Sprecherin des Kreisverbandes der Grünen ist empört: “Es ist eklig, in welch widerwärtiger Form die NPD Fremdenhass schürt und Flüchtlinge diffamiert. Die Postkartenaktion ist eindeutig rassistisch. Diese Aktion ist nicht vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt, die Dresdner NPD betätigt sich als geistige Brandstifter. Wohin so etwas führt, haben wir bei der Zwickauer Mörderbande erlebt.” Die Kläger sehen in der Kampagne der NPD keine andere Intention, als ausländerfeindliche Ressentiments aufzubauen. Sie hoffen, dass die Staatsanwaltschaft zügig ein Verbot über die Postkartenaktion verhängt und die angezeigten NPD-Funktionäre zur Verantwortung zieht.
Schulnetzplan 2012 online zur Diskussion
0Die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Dresden, hat jetzt den Entwurf für den Schulnetzplan 2012 online gestellt, damit die Öffentlichkeit diesen kommentieren und gegebenenfalls Verbesserungen vorschlagen kann. Damit wird die öffentliche Debatte über das geplante Netz beruflicher Schulungszentren eröffnet. Der dafür zuständig Bürgermeister, Winfried Lehmann, hofft auf ebenso zahlreiche Impulse, wie in einigen Nachbargemeinden. Lehmann: “Die benachbarten Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wandten sich im Juni 2010 an die Oberbürgermeisterin und schlugen ihr vor, Dresdner Berufliche Schulzentren für allgemeinbildende Schulen frei zu lenken, indem größere Teile der beruflichen Bildung in die freien Kapazitäten der beruflichen Schulzentren beider Landkreise verlagert werden.” Die Schulaufsicht begrüßt die Einbindung der Bürger, verweist aber auch darauf, dass eine “Stabilisierung” das angestrebte Ziel sei. Dafür ist eine Konzentration von mehreren Bildungseinrichtungen an einer Stelle notwendig, was “Einschnitte” für andere Gemeinden bedeutet, deren Standort geschlossen wird. “Wir haben ein Interesse an stabilen beruflichen Schulen in der Region. Wegen der wachsenden Schülerzahlen in Dresden ist es notwendig, die Berufsausbildung regional so zu strukturieren, dass eine gleichmäßige Auslastung der Schulplätze gewährleistet ist und die Kapazitäten bedarfsgerecht zur Verfügung stehen”, erläutert der Bürgermeister Winfried Lehmann. Ab der zweiten Novemberwoche wird sich der Ausschuss der Allgemeinen Verwaltung mit dem Entwurf beschäftigen, bevor er rund eine Woche später in den Ortsbeiräten diskutiert wird.
http://www.dresden.de/schulnetzplanung





