Category: Tourismus

Städtischer Fahrradverleih soll aufgebaut werden

Von Alex, Juni 9, 2010 12:16 pm

Vor einem knappen Jahr hatte Dresden neben sieben anderen Städten bei einem vom Bund ausgeschriebenen Wettbewerb den Zuschlag für ein Projekt bekommen, bei dem es darum geht ein städteweites Fahrradverleihsystem aufzubauen. Nach dem Dresden die Zusage für fast eine Million Euro für 35 Fahrradstationen und 600 Fahrräder bekommen hatte, passierte, wie sooft in Dresden, erstmal nix. Fast ein Jahr lang fühlte sich keiner so richtig zuständig, ein konkretes Konzept zu erstellen und dieses auch in die Tat umzusetzen. Obwohl es in Dresden einen Fahrradbeauftragten gibt, hielt es niemand in der Verwaltung für nötig, bei den Sitzungen des Bundesverkehrsministeriums teilzunehmen. Durch dieses Verhalten war die knappe Fördermillion in Gefahr. Jetzt endlich hat die Stadt ein erstes vages Konzept vorgelegt, wie das Projekt Fahrradverleih umgesetzt werden wird. Allerdings ist es noch sehr unausgereift.

Der Gedanke: An 35 zentralen Orten in der Stadt soll es bequem und einfach für Touristen und Dresdner möglich sein, Fahrräder auszuleihen. Privatanbieter sollen integriert werden.

Der Vorteil, der sich durch das Konzept versprochen wird, liegt auf der Hand: weniger Autoverkehr in der Stadt, attraktive Touristenangebote und geringere Lärmbelästigung.

Leider stellt sich Dresden bei dieser guten Idee wieder einmal ein Bein. Die Parteien streiten darüber, ob in Dresden so ein Angebot überhaupt nötig ist – immerhin muss die Stadt reichlich eine Million (finanziert durch den Fahrradverleih und Parkgebühren) selbst aufbringen. Wäre das Konzept erfolgreich, könnte es auch auf das Umland erweitert werden.

Wann das Projekt nun tatsächlich den Dresdnern und den Gästen der Stadt Radlerfreuden bescheren wird, darauf darf man gespannt sein. Denn Dresden kann sich, sieht man sich frühere und laufende Projekte an (Waldschlösschenbrücke, Staatsoperette, Neumarktbebauung, Dynamostadion um nur einige zu nennen) nicht dafür rühmen, einmal Entschiedenes auch möglichst schnell und kostenverantwortlich umzusetzen.

Neueröffnung für „Haus der Moderne“

Von Alex, Juni 7, 2010 10:38 pm

Endlich sind die Umbauten im „Haus der Moderne“, der Staatlichen Kunstsammlung Dresden beendet. Sechst Jahre dauerten die Bauarbeiten, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zur Neueröffnung konnten etliche neue Meister erworben werden. Dies verdankt die Stadt vor Allem dem Förderverein der Galerie. Seit 1994 besteht Dieser und agiert, meist unbeachtet, – zum Wohle der Kunst in Dresden. Hundertzwanzig Mitglieder helfen mit freiwilligen Beiträgen und gesammelten Spenden, damit die Dresdener Kunstsammlung ihre alte Bedeutung zurück erhält. “Ohne ihre kontinuierliche Unterstützung wäre der Anschluss an die Gegenwartskunst in Dresden sicher nicht gelungen”, so Galeriedirektor Ullrich Bischoff. Dank der Hilfe des Vereins können jetzt auch Werke von Künstlern wie Gerhard Richter, Georg Baselitz, Luc Tymans, Dan Graham oder Eberhard Havekost, gezeigt werden.

Dresdner Stadtfest soll stilvoller werden

Von Alex, Juni 6, 2010 10:07 pm

Vom 20. bis 22. August wird es die 12. Auflage des Dresdner Stadtfestes geben.

Das Fest, das sich in den letzten Jahren immer mehr zur „Fressmeile“ entwickelt hat und den Kunstanspruch der Stadt immer weniger widerspiegelte, soll nun wieder mit mehr Kunst und Kultur belebt werden. Dazu werden die kommenden Feste immer unter ein bestimmtes Thema gestellt. Das diesjährige Thema „Kunst und Genuss an der Elbe“ wird den Anfang des neuen, frischen und niveauvolleren Konzeptes machen. Dabei versuchen die Veranstalter die schönen Künste mit der Stimmung eines Volksfestes unter einen Hut zu bringen. In das Konzept werden Semperoper, die Hochschule für bildende Künste und auch die Staatlichen Kunstsammlungen einbezogen.

Auf dem Theaterplatz soll am 21. August ein Fest mit der Aufführung des Rosenkavaliers verbunden werden und am 22.August werden morgens Sinfonie- und abends Jazzklänge die Luft erfüllen.

Orientalisch geht es dagegen vor dem Taschenbergpalais zu.

Mit 13 Stadtfest-Arealen, mit jeweils eigenen Kulturthemen wird für Abwechslung gesorgt. Der Höhepunkt bildet das 12. Dampfschiff-Fest und ein großes Feuerwerk am 21. August.

Der Eintritt ist wie immer frei.

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Feier zum 200. Geburtstag von Robert Schumann

Von Alex, Juni 5, 2010 9:20 pm

Mehrere Jahr war der berühmte Komponist Robert Schumann auch in Dresden künstlerisch tätig. Deshalb will man Seiner jetzt auch in Dresden, an seinem 200. Geburtstag gedenken. Sechs Tage, vom 8. bis zum 13. Juni, finden überall in Dresden unter dem Motto: “Sein Genius hat die Gaben reicher denn je gespendet“, verschiedene Veranstaltungen statt. Natürlich gibt es jede Menge Konzerte, um seine Musik genießen zu können, aber auch Ausstellungen und sogar ein Volksfest, ist ihm zu Ehren geplant.

Robert Schumann, am 8. Juni 1810 in Zwickau geboren, lernte bereits mit sieben Jahren Klavier spielen. Während seines ungeliebten Jurastudiums fing er an zu komponieren. Da er anfangs als Komponist kaum bekannt war, versuchte er sich auch, ohne großen Erfolg, als Lehrer und Dirigent. Nach einer Sehnenscheidenentzündung an der rechten Hand, verlegt er sich ganz auf das Komponieren und wurde auch als Komponist allmählich geschätzt. Unterstützt von seiner, ebenfalls musikalisch begabten Frau Clara, komponierte er im Laufe seines Lebens Klaviermusik, Sinfonien, Orchester- und Chorwerke, Kammermusik, Lieder und eine Oper. Mehrere dieser bedeutenden Kompositionen, hat Robert Schumann während seiner Zeit in Dresden geschrieben. Aber nicht nur Diese, werden in den nächsten Tagen in der sächsischen Landeshauptstadt zu hören sein.

Nationalpark Sächsische Schweiz – Wanderwege verschwinden

Von Alex, Juni 5, 2010 9:02 pm

Mit erfunden Schildern sperrt die Naturschutzbehörde immer mehr Wanderwege in Gebiet des Nationalparks. Weil der Besucher- und Wandererstrom in den letzten Jahren stetig zunahm, wollten Wanderwegexperten durch Wegesperrung die betroffenen Gebiete, wie zum Beispiel den Weg zur Zwillingsstiege wieder beruhigen.

Wegen des „heimlichen“ Verschwindens von Wanderwegen fand sich deshalb letztes Wochenende eine große Gruppe Wanderfreunde zu einer genehmigten Demonstration zusammen, um gegen die Vorstellungen des Nationalpark-Managements, wie die Wegeverläufe in den Kernzonen des Parks gestaltet werden, zu demonstrieren. Nicht nur die Wanderfreunde auch die Wirte in den betroffenen Gebieten sind verärgert. Denn nun gibt es weniger Möglichkeiten für Camper und Touristen, die Landschaft zu erschließen.

Rolf Böhm, Wanderkartenautor aus Bad Schandau, meint, dass es keine rechtliche und vertragliche Grundlage für die vielen Sperrungen, methodischen Nicht-Markierungen oder das schleichende Verhauen von Wegen im Kerngebiet gibt. Er geht soweit zu sagen, dass die Besucherlenkung in diesem Maße weit über das im Schutzgebiet übliche und vertraglich festgehaltene Ziel hinausgeht.

Der Chef des Nationalparks Jürgen Stein verwehrt sich allerdings gegen solche Anschuldigungen, seinem Erachten wurde das Wegekonzept im Einvernehmen zwischen den Verbänden, der Verwaltung des Schutzgebietes und den Kommunen beschlossen.