35 Grad im Schatten? Meine 3 Top-Badeseen in Dresden (und wo es das beste Pommes-Rot-Weiß gibt)
Puh, Leute. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich schmelze. Der Asphalt auf der Prager Straße wirft gefühlt Blasen und in meiner Dachgeschosswohnung in der Neustadt kann man mittlerweile Eier auf dem Fensterbrett braten.
Dresden im August ist wunderschön, aber auch verdammt heiß. Der Kessel heizt sich auf und die Luft steht.
Da hilft nur eins: Flucht ans Wasser.
Aber wohin? Die Elbe ist zum Schwimmen ja eher mit Vorsicht zu genießen (Strömung! Schiffsverkehr! Bitte nicht in die Fahrrinne schwimmen!), deshalb hab ich mich für euch mal in die Fluten der Dresdner Bäder und Seen gestürzt.
Hier sind meine drei Favoriten, wenn ich dringend Abkühlung brauche.
1. Der Gigant: Stausee Cossebaude („Cossi“)
Das ist der Klassiker schlechthin. Wer in Dresden wohnt und noch nie im Stausee Cossebaude war, hat eigentlich eine Bildungslücke.
Man kommt super entspannt mit dem Bus (Linie 68) oder dem Rad (Elberadweg Richtung Meißen) hin.
Warum ich es mag:
Es ist riesig. Selbst wenn halb Dresden da ist, findet man auf den gigantischen Liegewiesen noch ein Plätzchen für sein Handtuch.
Das Coolste ist aber der Blick. Man schwimmt in diesem riesigen Becken und guckt direkt hoch auf das Pumpspeicherwerk Niederwartha. Das hat so einen ganz eigenen Industrie-Charme.
Für die Kids (und große Kinder wie mich) gibt es riesige Rutschen.
Nachteil: An heißen Wochenenden ist an der Kasse Schlange stehen angesagt. Seid früh da!
2. Für Schatten-Sucher: Waldbad Weixdorf
Wenn mir die Sonne im „Cossi“ zu sehr auf den Pelz brennt, fahr ich ans andere Ende der Stadt.
Ganz im Norden, Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 7, liegt das Waldbad Weixdorf.
Der Name ist Programm: Es liegt mitten im Wald.
Das heißt: Schatten! Herrlicher, kühler Schatten unter alten Kiefern und Eichen.
Das Wasser hier ist kein gechlortes Kachelbecken, sondern ein naturbelassener Teich. Das Wasser ist also etwas dunkler und „mooriger“, aber super sauber und weich zur Haut.
Es geht hier meistens viel familiärer und ruhiger zu als in den großen Stadtbädern. Man kann sich herrlich auf den Holzstegen sonnen und danach im Waldgasthof noch ein Eis essen. Für mich der entspannteste Ort zum Runterkommen.
3. Für Action-Fans: Kiesgrube Leuben („Kiesie“)
Die Kiesgrube Leuben im Dresdner Osten ist so ein bisschen der „wilde“ Bruder der anderen Bäder.
Es gibt hier zwei Bereiche: Den Teil mit der Wasserski-Anlage (Wakeboard) und die wilden Badestellen (wobei man da aufpassen muss, wo Baden erlaubt ist und wo nicht, wegen Naturschutz etc.).
Ich geh meistens zur Wasserski-Anlage.
Nicht weil ich Wakeboard fahre (ich seh dabei aus wie ein nasser Sack Kartoffeln), sondern weil man da super auf der Terrasse sitzen, den Profis bei ihren Sprüngen zusehen und Burger essen kann. Die Atmosphäre ist jung, sportlich und man hört immer ein bisschen Beat im Hintergrund.
Das Wasser ist hier meistens glasklar, typisch Kiesgrube eben.
Geheimtipp für den schnellen „Dip“: Die Prießnitz
Wenn ihr keine Zeit habt, rauszufahren und nur kurz in der Neustadt seid:
Geht an die Prießnitzmündung (da wo der kleine Fluss Prießnitz in die Elbe fließt, an der Holzhofgasse/Diakonissenweg).
Oder lauft ein Stück in den Alaunpark/Dresdner Heide rein, wo die Prießnitz langfließt.
Das Wasser kommt direkt aus dem Wald und ist eiskalt.
Ich zieh oft einfach Schuhe und Socken aus und lauf barfuß durch das flache Wasser. Das zieht einem die Hitze sofort aus dem Körper. Kostet nix, erfrischt sofort und man kann danach direkt weiter ins nächste Eiscafé.
Hauptsache nass…
Egal ob ihr Team „Chlorwasser“ oder Team „Natursee“ seid, Dresden hat eigentlich für jeden was.
Wichtig ist nur: Trinkt genug Wasser (nein, Bier zählt nicht nur!) und vergesst die Sonnencreme nicht. Ich spreche da aus schmerzhafter Erfahrung vom letzten Wochenende…
Wo springt ihr am liebsten rein? Kennt ihr noch einen geheimen Baggersee im Umland, den keiner kennt?
Verratet es mir (oder auch nicht, wenn er geheim bleiben soll 😉).
Bleibt cool, Euer Alex