Valentinstag in Dresden: 3 Date-Ideen, mit denen du garantiert punktest (ohne peinliche Geigenmusik)
Na, habt ihr den Termin schon im Kalender? In ein paar Tagen ist es wieder soweit. Der Valentinstag steht vor der Tür.
Ich weiß, ich weiß. Die einen verdrehen die Augen („Kommerz!“), die anderen rennen panisch zum Blumenladen. Ich bin da ganz pragmatisch: Dresden ist sowieso eine der romantischsten Städte Deutschlands (Barock, Elbe, Sonnenuntergänge – ihr wisst schon). Warum also den Tag nicht nutzen, um mal wieder was Schönes mit der besseren Hälfte zu machen?
Aber bitte nicht 08/15.
Pralinen von der Tanke und ein Gutschein fürs Kino ziehen nicht mehr.
Ich hab mir mal Gedanken gemacht, wie ein perfektes Date in „Elbflorenz“ aussehen könnte, ohne dass es gleich super kitschig oder unbezahlbar wird.
Hier sind meine drei Favoriten für den Februar.
1. Für Aktive: Eislaufen auf dem „Weißen Hirsch“
Wenn ihr keine Lust habt, euch nur steif am Restauranttisch gegenüber zu sitzen, dann macht was, wo ihr euch bewegen müsst (und einen Grund habt, Händchen zu halten!).
Der Konzertplatz Weißer Hirsch verwandelt sich im Winter in eine der schönsten Eisbahnen der Stadt. Das liegt oben am Waldrand der Dresdner Heide. Die Atmosphäre ist dort viel gemütlicher als in der großen Eishalle im Ostragehege. Man dreht draußen unter Lichterketten und Bäumen seine Runden.
Der Clou: Wenn einer von euch nicht Schlittschuh fahren kann, ist das perfekt. Dann muss man sich nämlich aneinander festhalten. Romantik-Faktor: 10/10. Danach gibt es in der „Konzertplatz-Küche“ noch einen Glühwein oder eine heiße Schokolade am Lagerfeuer. Das ist urig, entspannt und bricht sofort das Eis (Wortspiel beabsichtigt, sorry!).
2. Der Klassiker mit „Wow“-Effekt: Der Luisenhof
Okay, jetzt holen wir die große Keule raus. Wenn ihr wirklich Eindruck schinden wollt – vielleicht ist es das erste Date oder ihr habt was gutzumachen – dann reserviert einen Tisch im Luisenhof. Die Dresdner nennen ihn den „Balkon von Dresden“.
Das Restaurant liegt oben in Loschwitz, direkt an der Bergstation der Standseilbahn. Alleine die Anreise ist schon cool: Ihr fahrt unten am Körnerplatz mit der historischen Standseilbahn hoch (das Ticket gilt auch als VVO-Fahrschein, praktisch!).
Oben angekommen habt ihr von der Panoramaterrasse (oder durch die Fenster, ist ja kalt im Februar) einen Blick über das komplette Elbtal, bis rüber zur Frauenkirche und ins Blaue Wunder rein.
Das Essen ist gutbürgerlich bis gehoben (Sauerbraten, sächsische Kartoffelsuppe, aber auch feine Sachen). Es ist nicht ganz billig, aber für den Ausblick zahlt man halt mit.
Wichtig: Reserviert früh! Am 14. Februar wollen da alle hin. Ruft am besten jetzt gleich an.
3. Low Budget, High Emotion: Die Nachtwächter-Tour (oder einfach Elbe)
Ihr seid pleite nach Weihnachten? Kein Problem. Dresden kostet eigentlich keinen Eintritt, um schön zu sein. Geht abends, wenn die Dämmerung einsetzt, auf die Brühlsche Terrasse.
Man nennt sie nicht umsonst den „Balkon Europas“. Lauft von dort Richtung Semperoper. Wenn die Gebäude beleuchtet sind, ist das einfach eine Filmkulisse. Wer es etwas unterhaltsamer mag: Bucht eine Nachtwächter-Führung. Das klingt erstmal touristisch, ist aber mega witzig. Ein Typ in historischer Kluft führt euch durch die dunklen Gassen der Altstadt und erzählt teils gruselige, teils lustige Geschichten von früher. Das ist super, um gemeinsam zu lachen und sich ein bisschen zu gruseln (wieder ein Grund zum Festhalten!). Danach könnt ihr in der Münzgasse noch auf einen Absacker einkehren.
Mein „No-Go“ Tipp
Was ihr bitte nicht macht: Ein Liebesschloss an die Augustusbrücke hängen. Erstens ist das mittlerweile verboten (Denkmalschutz und so), zweitens werden die Dinger regelmäßig von der Stadtverwaltung abgeknipst. Das ist ein schlechtes Omen für die Beziehung, oder? Schenkt euch lieber Zeit. Oder einen Eierschecken-Kuchen. Liebe geht schließlich durch den Magen.
Macht euch keinen Stress
Am Ende ist es egal, wo ihr seid. Ob nun schick im Luisenhof oder mit einer Thermoskanne Tee auf einer Bank an der Elbe. Hauptsache, ihr schaut mal nicht aufs Handy, sondern euch in die Augen. Was habt ihr geplant? Seid ihr Team „Romantik-Dinner“ oder Team „Netflix & Chill“? Und falls jemand einen Geheimtipp für Blumenläden hat, die am 14. nicht komplett überteuert sind – schreibt es mir in die Kommentare (ich frag für einen Freund…).
Liebe Grüße & Happy Valentine