Aktuelles

Arbeitslosigkeit saisonbedingt geringfügig erhöht

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Wie die Dresdner Agentur für Arbeit bekannt gab, liegt die Arbeitslosenquote in Dresden aktuell bei 9,3 Prozent und damit fast zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Trotz des saisonal bedingten Rückgangs der Arbeitskräftenachfrage, ist diese noch weit höher, als im vergangenen Januar. Der Geschäftsführer der Arge Dresden ist entsprechend optimistisch: “… [Es] macht sich bemerkbar, dass zum Jahresende deutlich mehr Arbeitsverhältnisse als in anderen Monaten enden – einschließlich derer für das Weihnachtsgeschäft. Betrachtet man allerdings die Januare der letzten Jahre, wird ersichtlich dass der Anstieg [der Arbeitslosigkeit] in diesem Jahr deutlich niedriger ausgefallen ist.” So erhöhte sich die Zahl der Arbeitssuchenden in den vergangenen drei Wochen um 2.323 auf 28.970 Menschen. Im Vergleich mit den Arbeitslosenzahlen des Januar 2011, sind das mit fast 15 Prozent, über 5000 Arbeitslose weniger als zuvor. Insgesamt 7080 Arbeitssuchende werden derzeit in der Dresdner Agentur für Arbeit betreut. Deren Zahl stieg im Januar von 8,9 Prozent auf 9,7 Prozent, also um 0,8 Prozent an. 2011 lag die Quote nach der üblichen Januar-Steigerung allerdings noch bei 11,5 Prozent. Positiv zu bewerten ist auch die Zahl jugendlicher Arbeitsloser bis 25 Jahren. Ihre Zahl erhöhte sich zwar im Januar um 271 auf 2.459 Arbeitslose, jedoch sind das mit 1.029 rund vierzig Prozent weniger, als im Januar 2011. Noch immer benachteiligt sind Arbeitslose über 50 Jahren. 7.557 über 50-Jährige werden derzeit als arbeitssuchend geführt. Zwar fand auch bei den Zahlen der älteren Arbeitslosen, im Vergleich mit dem Vorjahr, nur eine geringere Steigerung statt, diese fiel jedoch mit 485 statt 688 nicht annähernd so deutlich aus, wie bei den Jugendlichen und liegt unter dem Durchschnittswert. Eine positive Entwicklung zeigt dagegen die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die derzeit mit 9.314 um 1.162 niedriger ausfällt, als 2011.

Theaterstück im Dynamo-Stadion

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Zusammen mit dem Dresdner Fußballverein SG Dynamo, will die “Comödie Dresden” erstmals ein Theaterstück im Glücksgas-Stadion aufführen. Damit wollen die Veranstalter darauf hinweisen, dass Kunst und Sport einander nicht ausschließen. “11 Mann im Abseits – das Stück zu Dynamos Aufstieg”, wird in diesem Sommer, am 9. Juni uraufgeführt. Der Autor des Theaterstückes ist der Berliner Fußballfan Alexander G. Schäfer. Darin wird der für die Mannschaft schmerzliche Ausschluss des Vereins aus dem DFB-Pokal thematisiert. Schäfer: “Es gibt viel fußballerisch, dynamomäßig aufzuarbeiten. Und wenn sich nun die Macher der Comödie Dresden der schönsten Nebensache der Welt annehmen, einer davon mehrfach als Musiker im Rudolf-Harbig-Stadion die Fans zur Ekstase brachte, der andere sogar Balljunge bei Dynamo war und sie sich zur Unterstützung einen Berliner holen, der auch noch mit Dynamo-Legende Dixie Dörner am gleichen Tag Geburtstag hat, dann kann es nur heißen: Tor! Tor für Dresden!! Dresden ist aufgestiegen!!” Die ungewöhnliche Idee für diese Kooperation hatte der Direktor der Comödie Dresden, Olaf Maatz, während des Auswärtsspiels von Dynamo gegen den VfL Osnabrück, dass von mehreren tausend Fußballfans auf einer Leinwand im Dresdner Stadion mitverfolgt wurde. Ihm ist es auch wichtig zu vermitteln, dass Fußball in Dresden mehr ist als das, was über Krawalle und Schlägereien in den Medien berichtet wird. Maatz: “Wir wollen damit ein Signal über die Stadtgrenzen hinaus senden, dass Dresden und den Verein mehr ausmacht als die wenigen Unbelehrbaren, die mit ihren Krawallen sowohl der Kultur- und Sportstadt Dresden als auch dem Dresdner Fußball – Fans wie Sportlern – leider mehr schaden als dienen.” Gespielt wird direkt auf dem Spielfeld. Für die Inszenierung werden ab sofort eingefleischte Dynamo-Fans gesucht, die sich am Stück beteiligen möchten – mit der Rolle der Fans.

Neue Zwingerfestspiele geplant

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Regisseur Dieter Wedel setzt sich für eine Neuauflage der Zwingerfestspiele ein. Diese haben, aufgrund der einzigartigen Kulisse des Dresdner Zwingers, einen besonderen Reiz für Akteure und Besucher. Im vergangenen Jahr waren die Veranstalter in Finanznot geraten, so dass die Planung für das Jahr 2012 auf Eis gelegt werden musste. Nach Angaben des Geschäftsführers der Dresden Tourismus GmbH, Ralph Sander, will das Unternehmen die Zwingerfestspiele wieder ausrichten. Für den Dresdner Tourismusverband wäre eine solche Neuauflage positiv, da dadurch mehr Touristen nach Dresden kämen. Ob die Dresdner Tourismus GmbH sich zu einer Unterstützung des Events entschließt steht zwar noch nicht sicher fest, die Chancen stehen jedoch gut. Für das vergangene Jahr konnte der Tourismusverband jedenfalls eine positive Bilanz ziehen. Allein um rund 70 Prozent erhöhte sich 2011 die Zahl der gebuchten Stadtrundfahrten und Führungen, im Vergleich mit dem Jahr davor.

Chemiealarm endet mit Entwarnung

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Ein noch nicht ganz aufgeklärter Zwischenfall an der Technischen Universität Dresden, hat am Donnerstag einen kurzzeitigen Chemiealarm ausgelöst. Ein Student hatte, nach einem Experiment im Fachbereich Chemie, über starke Übelkeit geklagt, während andere Kommilitonen ungewöhnliche Gerüche meldeten. Als Vorsichtsmaßnahme wurde das Gebäude durch Polizei und Feuerwehr evakuiert und untersucht. Dabei fanden die angeforderten Spezialisten jedoch keine Unregelmäßigkeiten. Auch die medizinische Untersuchung der Studenten erbrachte keine Befunde, so dass bereits nach wenigen Stunden der evakuierte Bereich wieder frei gegeben werden konnte. Dresdner Medien hatten in der Zwischenzeit aufgrund einer ungenauen Zeugenaussage von einem schweren Chemieunfall mit etwa 70 Verletzten berichtet. “Es wurde praktisch Entwarnung gegeben”, konnte der Magister des Fachbereichs inzwischen die übereifrigen Medien beruhigen.

Bürgermeister fordert rege Beteiligung an Anti-Nazi-Demonstration

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Erneut hat der sächsische Regierungschef, Stanislaw Tillich, die Anti-Nazi-Demonstranten aus ganz Deutschland dazu aufgerufen, an den geplanten friedlichen Protesten gegen die Neonazi-Aufmärsche im Februar teilzunehmen. “Von Dresden soll ein Signal ausgehen, dass es in dieser Stadt keinen Platz für Neonazis gibt”, erklärte Tillich bereits Ende vergangenen Jahres. Aber auch die Gewaltlosigkeit dieser Gegendemonstration, mahnte er an: “Es ist unser oberstes Interesse, dass die Proteste friedlich bleiben.” Wie schon in den vergangenen Jahren, planen Rechtsextremisten auch für dieses Jahr, am 13. und 14. Februar, den Jahrestagen der Zerstörung Dresdens, durch sogenannte Mahn-Märsche, Propaganda für ihre faschistischen Ideale zu arrangieren.

Im vergangenen Jahr war es dabei am 19. Februar zu schweren Ausschreitungen gekommen, als die Polizei nicht verhindern konnte, dass Neonazis ein Wohnprojekt linker Sympathisanten in Dresden-Löbtau angriffen. Bei der anschließenden Gewalteskalation wurden über 100 Polizeibeamte verletzt. Für Empörung sorgte außerdem, die im nachhinein bekannt gewordene, großflächige und nicht autorisierte Telefonüberwachung durch die Behörden. Infolge dessen verlor der damalige Polizeipräsident sein Amt. Umso mehr versucht die Stadtverwaltung für dieses Jahr eine geordnete Gegendemonstration zu organisieren, an der Vertreter aller Parteien beteiligt sein sollen. Durch eine hohe Teilnehmerzahl hofft der Dresdner Bürgermeister, die fast schon zur Tradition gewordenen Nazi-Aufmärsche in Dresden langfristig zu verhindern. Tillich: “Die Bürgerschaft war nicht entschlossen genug, diesem Spuk von Anfang an ein Ende zu setzen. Jetzt stehen wir in der Pflicht, das zu tun – aber nur mit friedlichen Mitteln”.

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