Wenn ich schreibe, dann nicht immer am Schreibtisch. Ich liebe es, mit meinem Notizbuch (oder auch mal dem Laptop), ein gemütliches Café aufzusuchen, mir einen Cappuccino zu bestellen – und einfach im Moment zu verschwinden. In Gedanken, in Worten, in Sätzen.
In Dresden gibt’s genau solche Orte. Ruhig, charmant, inspirierend, mit gutem Kaffee, oft guter Musik – und manchmal auch mit Tischen, die ein bisschen wackeln (gehört irgendwie dazu).
Hier kommen meine persönlichen Top-Cafés zum Schreiben, Lesen, Denken oder Tagträumen – getestet und für absolut inspirierend befunden.
1. Café Oswaldz – urban, entspannt, perfekt zum Beobachten
Mitten in der Neustadt, aber nicht zu laut, liegt das Café Oswaldz. Große Fenster, viel Holz, gute Musik – und richtig guter Kaffee.
Ich setz mich gern ans Fenster, bestell einen Flat White, klapp mein Notizbuch auf – und beobachte das bunte Treiben draußen.
Inspiration pur. Die Gespräche am Nachbartisch, die Playlist, das Licht am Nachmittag – da fließt der Text von ganz allein.
2. Café Combo – Lesekultur trifft Koffein
Das Combo in der Nähe vom Albertplatz ist eine Mischung aus Café, Galerie und Wohnzimmer. Es hat diesen charmanten DDR-Touch – aber kombiniert mit Kunst an den Wänden, leiser Musik und vielen ruhigen Ecken, in denen man wunderbar lesen oder schreiben kann.
Ich hab dort mal einen ganzen Sonntagnachmittag verbracht – und nicht einmal aufs Handy geschaut. So soll’s sein.
3. Café Milchmädchen – warm, duftend, sehr analog
Im Hechtviertel versteckt sich das kleine, gemütliche Milchmädchen. Frisch gebackene Kuchen, sanfter Jazz, Leute mit Büchern – und manchmal auch Kinder, die auf der Fensterbank spielen.
Ich liebe diesen Ort, weil er echt ist. Kein Hipsterzirkus, sondern einfach liebevoll gemacht.
Wer Tagebuch schreibt oder an seinem ersten Roman bastelt: Hier ist dein Spot.
4. Kaffee und Kurzwaren – kreativ & kultig
Das Kaffee und Kurzwaren in Plauen ist mehr als nur ein Café. Es ist ein Ort zum Denken, Plaudern, Sticken, Basteln, Planen. Es gibt Bücherregale, Nähkästen und offene Gespräche.
Ich hab dort mal einen Text über Einsamkeit geschrieben – und mich dabei null einsam gefühlt. Weil dieser Ort eine wunderbare Wärme ausstrahlt.
5. Café Aha – Bio, sozial & mit viel Platz
In der Altstadt nicht weit von der Prager Straße liegt das Café Aha – ökologisch, weltoffen, ein bisschen alternativ. Viele große Tische, fairer Kaffee, vegane Snacks – und ein gutes Gefühl, einfach da zu sein.
Man kann hier auch mal mit dem Laptop sitzen, ohne schräg angeschaut zu werden. Und: Steckdosen gibt’s auch. 😄
Dresden ist eine Stadt voller Geschichten – und voller Orte, an denen man sie schreiben kann.
Ob du an deinem ersten Roman tippst, Gedichte kritzelst oder einfach nur ein gutes Buch liest: Diese Cafés geben dir Raum. Und manchmal ist das genau das, was man braucht.
Also: Buch einpacken, Laptop schnappen, Notizblock mitnehmen – und raus ins Leben. Die besten Zeilen schreiben sich nicht zu Hause. Sondern dort, wo der Espresso nach Karamell riecht und die Gedanken fliegen dürfen.