Was Dresden günstiger macht als andere Großstädte – und wo es inzwischen teuer wird

Dresden gilt oft noch als „preiswerte Großstadt“.
Stimmt das wirklich – oder ist das nur ein altes Image, das sich hartnäckig hält?
Ich habe mir Zahlen, Vergleiche und den Alltag angeschaut. Das Ergebnis ist… gemischt.


Wohnen: günstiger – aber nicht mehr billig

Im Vergleich zu Berlin, Hamburg oder München ist Dresden beim Wohnen noch klar im Vorteil.
Eine durchschnittliche Bestandswohnung liegt preislich deutlich unter dem bundesweiten Großstadt-Niveau.

Aber:
Die Zeiten von 5–6 Euro pro Quadratmeter sind vorbei.
Besonders in Striesen, Blasewitz und der Neustadt haben die Mieten stark angezogen.

Unterm Strich heißt das:
➡️ Günstiger als andere Großstädte – ja
➡️ Entspannt günstig – nein


Verkehr: ein echter Pluspunkt

Hier spielt Dresden seine Stärke aus.
Der ÖPNV ist vergleichsweise bezahlbar, gut ausgebaut und zuverlässig.

Ein Monatsticket kostet spürbar weniger als in vielen westdeutschen Metropolen.
Dazu kommt: Die Stadt ist kompakt. Viele Wege sind kurz – das spart Zeit und Geld.

➡️ Mobilität in Dresden ist fair bepreist


Alltag & Lebenshaltung

Lebensmittel, Dienstleistungen, Gastronomie – hier bleibt Dresden moderat.
Ein Kaffee kostet meist weniger als in Berlin oder München.
Auch Friseur, Handwerker oder Sportvereine sind oft günstiger.
Das merkt man nicht auf der Rechnung eines Tages,
sondern über Monate hinweg.

➡️ Der Alltag frisst weniger Budget


Energie & Nebenkosten

Hier gibt es keinen Dresdner Bonus.
Strom, Gas und Nebenkosten bewegen sich auf bundesweitem Niveau.
Gerade in Altbauten können Heizkosten ordentlich reinhauen.
Wer hier nicht vergleicht oder modernisiert wohnt, zahlt drauf.

➡️ Kein Standortvorteil – eher Durchschnitt


Freizeit & Kultur

Theater, Museen, Konzerte, Sport – Dresden ist vergleichsweise günstig.
Viele kulturelle Angebote sind öffentlich gefördert und bleiben bezahlbar.
Man bekommt viel Stadt für relativ wenig Geld.
Das ist ein echter Standortfaktor – gerade für Familien und junge Leute.


Wo Dresden inzwischen teuer wird

Nicht alles ist billig geblieben:

  • Mieten in beliebten Vierteln
  • Neubauwohnungen
  • Immobilienpreise
  • Parkraum in der Innenstadt

Hier zieht Dresden spürbar an – und nähert sich anderen Städten an.


Dresden ist keine Billigstadt mehr, aber immer noch eine preislich faire Großstadt.
Vor allem im Verhältnis von Kosten zu Lebensqualität steht sie sehr gut da.

Man verdient hier oft etwas weniger als in westlichen Metropolen –
aber man gibt eben auch weniger aus.

Und genau das macht Dresden für viele so attraktiv:
👉 Man lebt hier nicht am Limit, sondern mit Spielraum.