Nationalpark Sächsische Schweiz – Wanderwege verschwinden

Mit erfunden Schildern sperrt die Naturschutzbehörde immer mehr Wanderwege in Gebiet des Nationalparks. Weil der Besucher- und Wandererstrom in den letzten Jahren stetig zunahm, wollten Wanderwegexperten durch Wegesperrung die betroffenen Gebiete, wie zum Beispiel den Weg zur Zwillingsstiege wieder beruhigen.

Wegen des „heimlichen“ Verschwindens von Wanderwegen fand sich deshalb letztes Wochenende eine große Gruppe Wanderfreunde zu einer genehmigten Demonstration zusammen, um gegen die Vorstellungen des Nationalpark-Managements, wie die Wegeverläufe in den Kernzonen des Parks gestaltet werden, zu demonstrieren. Nicht nur die Wanderfreunde auch die Wirte in den betroffenen Gebieten sind verärgert. Denn nun gibt es weniger Möglichkeiten für Camper und Touristen, die Landschaft zu erschließen.

Rolf Böhm, Wanderkartenautor aus Bad Schandau, meint, dass es keine rechtliche und vertragliche Grundlage für die vielen Sperrungen, methodischen Nicht-Markierungen oder das schleichende Verhauen von Wegen im Kerngebiet gibt. Er geht soweit zu sagen, dass die Besucherlenkung in diesem Maße weit über das im Schutzgebiet übliche und vertraglich festgehaltene Ziel hinausgeht.

Der Chef des Nationalparks Jürgen Stein verwehrt sich allerdings gegen solche Anschuldigungen, seinem Erachten wurde das Wegekonzept im Einvernehmen zwischen den Verbänden, der Verwaltung des Schutzgebietes und den Kommunen beschlossen.

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