Scheinheiliger Sicherheitsgipfel gegen Autodiebstahl

Der Innenminister des Landes Sachsen, Markus Ulbig, hat für heute den ersten KFZ-Sicherheitsgipfel in Dresden einberufen. Anlass für dieses Treffen ist die steigende Zahl der Autodiebstähle in Sachsen. Gemeinsam mit Fachleuten aus der Fahrzeugindustrie und dem Versicherungswesen, will Markus Ulbig über die Möglichkeiten einer erhöhten Sicherheit sprechen und hofft auf neue Ideen, um den Nachschub für Autoschieber zu unterbinden. Schon in den vergangenen Wochen hat der Minister angekündigt, zukünftig mit härteren Maßnahmen gegen Autoschieberbanden vorzugehen. Rund 3.900 Fahrzeuge waren 2009 im Freistaat Sachsen gestohlen worden – über dreißig Prozent mehr, als im vorherigen Jahr. Eine Erhöhung die hinzunehmen, die sächsische Landesregierung nicht bereit ist. Besonders stark häufen sich die Fälle in Dresden, Leipzig und an den Grenzen zu Tschechien und Polen. Wenig sinnvoll erscheint in dem Zusammenhang allerdings, dass die sächsische Landesregierung zeitgleich einen Abbau der Stellen im Polizeidienst plant. Entlassungen soll es zwar nicht geben, aber in den nächsten Jahren sollen etwa 2.400 Stellen nicht wieder besetzt werden. Damit hätte man sich das Geld für diesen Gipfel auch sparen können.

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