Stadt lässt Brückenbauer auf Rechnungen sitzen

Wieder gibt es Ärger ums Thema Waldschlösschenbrücke. Doch diesmal sind es nicht die Umweltaktivisten, die das Projekt abermals in die Schlagzeilen bringen, sondern die Zahlungsmoral der Stadt Dresden.

Durch enorme Zeitverzögerungen wegen der vielen Umweltproteste, fehlender Genehmigungen und widrigen Witterungsbedingungen haben die am Projekt beteiligten Baufirmen einen erheblichen Mehraufwand, den sie in Form von Nachträgen der Stadt in Rechnung stellen. Der zuständige Baubürgermeister Jörn Marx beteuert zwar, alle finanziellen Forderungen, die von vornherein vertraglich festgelegt wurden, pünktlich beglichen zu haben, doch Nachtragsforderungen will die Stadt nicht so ohne Weiteres bezahlen. So fehlen laut Aussage der von der Stadt eingesetzten Prüfer oft Nachweise über Bauarbeiten, die zusätzlich erbracht wurden. Auch sind durch die erheblichen Bauverspätung Firmen abgesprungen, so das andere Firmen nachträglich mit den Bauarbeiten beauftragt werden mussten. Dass es für die am Projekt arbeitenden Firmen finanziell eine schwere Bürde bedeutet, bei so einem großen Auftrag monatelang auf Zahlungen warten zu müssen, kann man sich vorstellen.

Können sich die Baufirmen und das Rathaus nicht einigen, wird der Streit wohl vor einem Gericht ausgetragen werden müssen.

Die zusätzlichen Kosten für den Brückenbau belaufen sich in einer Schätzung nun auf eine Summe von bis zu 25 Millionen Euro.

Man wird sehen, ob diese Schätzung nicht doch noch einmal übertroffen werden wird.

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